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WISSENSWERTES VOR DER OP!




Trübe Linse beim
Grauen Star




















































Zerkleinern der trüben Linse

Absaugen der trüben Linse

































Einsetzen der faltbaren Linse

BEHANDLUNGSMÖLICHKEITEN

Der Graue Star kann mit Medikamenten nicht geheilt werden. Da er die optischen Eigenschaften des Auges verändert, kann im Frühstadium durch eine Änderung der Brillenstärke vorübergehend eine Verbesserung der Sehleistung erzielt werden. Die Operation ist jedoch die einzige Behandlungsmöglichkeit, die zum Erfolg führt.

In mehr als 95 Prozent aller Fälle verbessert sich das Sehvermögen deutlich. Die meisten Patienten sind von dem raschen und guten Ergebnis der Operation so begeistert, dass sie ihr anfängliches Zögern im Nachhinein gar nicht mehr verstehen können.



AUSNAHMEN

Wenn ein Patient von einer anderen Augenkrankheit betroffen ist, wie
z. B.


  • einer Alterskrankheit der Netzhautmitte
  • einer diabetischen Netzhautkrankheit
  • einem Glaukom
  • einer Durchblutungsstörung des Sehnervs

WISSENSWERTES

Wie ist die Prognose einer solchen Operation?

Durch eine Operation kann bei entsprechenden Voraussetzungen eine deutlich bessere Sehschärfe erreicht werden.


Werden beide Augen gleichzeitig operiert?

Operiert wird in der Regel zunächst nur ein Auge; bei komplikationsloser Operation des ersten Auges, kann frühestens am 22. Tag nach der ersten OP das zweite Auge operiert werden.


Bin ich zu alt für eine Operation?

Nein! Aufgrund der örtlichen Betäubung wird der Organismus des Patienten kaum beeinträchtigt.


Ist der Eingriff schmerzhaft?

Durch die örtliche Narkose (Lokalanästhesie) wird das Auge und seine Umgebung nahezu unempfindlich, so dass Sie vom Eingriff selbst nichts spüren werden.


Wie lange dauert die Operation?

Die Operation dauert ca. 15 bis 30 Minuten.


Kann es zu Abstoßungsreaktionen kommen?

Die künstliche Linse besteht aus sehr gut verträglichen Kunststoffen, Abstoßungsreaktionen kommen praktisch nicht vor.


Spürt man die Kunstlinse im Auge?

Nein. Anders als bei einer Kontaktlinse hat man mit der Kunstlinse kein Fremdkörperempfinden oder gar eine Unverträglichkeit zu befürchten.


Wann ist mein Auge vollständig geheilt?

Der Heilungsprozess ist in der Regel in frühestens vier bis sechs Wochen nach der Operation abgeschlossen.



DIE "STAR" OPERATION

Die Staroperation besteht aus zwei Schritten:

  • Im ersten Schritt wird die getrübte Linse entfernt (Phakoemulsifikation).
  • Im zweiten Schritt wird die Kunstlinse (Intraokularlinse) eingesetzt.

In der Regel wird die sogenannte Phakoemulsifikation mittels Ultraschall durchgeführt.

Dieses Verfahren ermöglicht eine wesentlich kleinere Operationswunde als ältere Vorgehensweisen und führt so zu einer schnellen Genesung.

Im Folgenden wollen wir Ihnen dieses Verfahren kurz erläutern.



DER ERSTE SCHRITT:

Bei der Phakoemulsifikation wird ein nur millimeterfeiner Schnitt gemacht. Die Linsenkapsel wird geöffnet. Der härtere Linsenkern wird dann mittels Ultraschall zerkleinert, verflüssigt und abgesaugt. Gleichzeitig wird das Auge mit einer sterilen Lösung gefüllt, um die Flüssigkeit, die dem Auge entnommen wird, zu ersetzen. Bei diesem modernen Verfahren bleibt der Kapselsack, ein Gewebe, das die Linse schützend umgibt, teilweise erhalten.



DER ZWEITE SCHRITT:

Über den feinen Schnitt (2,8 mm) kann in den nun leeren Linsenkapselsack eine kleine, gefaltete Kunstlinse aus weichem Material eingeschoben werden. Dabei spricht man von der sogenannten Intraokularlinse.

Diese hat einen Gesamtdurchmesser von 11-13 mm und ist in der Regel aus hydrophoben Acryl- oder Silikonmaterial gefertigt.

mehr: [Linsenimplantate]

Die Linse entfaltet sich dann im Augeninnern, wo sie mit Hilfe von kleinen, elastischen Bügeln verankert wird. Je kleiner der Schnitt, desto haltbarer ist der Wundverschluss. Die minimale Öffnung muss meist nicht einmal genäht werden, sondern verschließt sich selbstständig.

Starre Linsen, also nicht faltbare Linsen, werden aus Plexiglas und nur noch in Ausnahmefällen gefertigt.



EINSETZEN DER KUNSTLINSE

Die eingesetzte Kunstlinse muss die Funktion der entfernten eigenen Linse ersetzen. Deshalb werden bereits vor der Operation spezielle Messungen durchgeführt, so dass die Brechkraft der einzusetzenden Linse dioptriengenau (bis zu 0,5 Dioptrien) bestimmt wird.

Brillenträger haben dadurch den Vorteil, in Zukunft auf starke Brillengläser verzichten zu können. Auch bei hoher Kurzsichtigkeit (Minus-Gläser) oder hoher Weitsichtigkeit (Plus-Gläser) kann die Gläserstärke Ihrer Brille nach der Operation deutlich verringert werden. In vielen Fällen wird das Tragen einer Brille im normalen Tagesablauf - für das Sehen in die Ferne - ganz überflüssig. Ihr Augenarzt wird Ihnen evtl. zum Auto fahren, Lesen oder für bestimmte Tätigkeiten die richtige Brille verordnen.

Welche Linse für Sie am besten geeignet ist, sollten Sie mit Dr. Breuer oder Dr. Knecht aus unserer Praxis besprechen.

Er wird Sie über Vor- und Nachteile der einzelnen Linsen bzw. Materialien aufklären. Durch die Implantation moderner Kunstlinsen kann einem eventuellen Nachstar vorgebeugt werden.



NACHSTAR

Als Nachstar wird die Eintrübung der verbliebenen Linsenkapsel nach der Kataraktoperation bezeichnet. Die Hauptursache des Nachstars ist das Wachstum von Zellen des Linsenepithels zwischen Hinterwand der Kapsel und der Intraokularlinse. In der Folge dieses Wachstums kann es zu Trübungen kommen. Diese Trübungen können mit einem speziellen Laser behandelt werden.


Die Behandlung des Nachstars erfolgt:


  • Ambulant
  • Ohne Eröffnung des Auges
  • Mit einem speziellen Laser

Das Material und das Design moderner faltbarer Intraokularlinsen sowie weiterentwickelte OP-Techniken reduzieren wirksam das Auftreten des Nachstars.