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 1. Trockene AMD
Für die trockene AMD gibt es derzeit noch kein Medikament zur Behandlung. Aus diesem Grund empfehlen Augenärzte eine Prophylaxe mit bestimmten Nährstoffen und Vitaminen, deren Dosierung den Vorgaben der sog. ARED-Studie entsprechen sollte, z.B. 12 mg Lutein Tagesdosis. Eine solche Ergänzung der täglichen Nahrung kann den Krankheitsverlauf verlangsamen.
In diesem Zusammenhang sind Lutein + Zeaxanthin von besonderer Bedeutung für das Auge. Hierbei handelt es sich um gelbe Pflanzenfarbstoffe (Carotinoide), die sich im Körper in der Makula ansammeln. Lutein + Zeaxanthin können nicht nur die aggressiven „freien Radikale“ unschädlich machen. Sie wirken zusätzlich als Lichtschutzfaktor für die Sinneszellen, indem sie schädliches Blau- und UV-Licht filtern. Lutein + Zeaxanthin müssen wir mit der Nahrung aufnehmen, da sie nicht vom Körper selbst hergestellt werden können. Eine gesunde und ausgewogene Ernährung ist deshalb ein wichtiger Bestandteil, um einen optimalen Schutz des Auges zu gewährleisten.


 2. Feuchte AMD
Für die feuchte Form der AMD gibt es einige Therapiemöglichkeiten, welche das bereits verloren gegangene zentrale Sehvermögen stabilisieren können. Für das Präparat Lucentis konnte sogar eine deutliche Verbesserung der verloren gegangenen Sehkraft in klinischen Studien nachgewiesen werden.

 Durch das Verfahren der intravitrealen Injektion (in den Glaskörper) können Medikamente (Angiogenesehemmer) direkt ins Auge eingebracht werden. Die Injektion findet unter örtlicher Betäubung statt und ist in der Regel nicht schmerzhaft. Bisher sind zwei Medikamente in Deutschland zu diesem Einsatz zugelassen, eines davon ist Lucentis. Lucentis verhindert, dass die neuen, abnormen Blutgefäße wachsen und Flüssigkeit aus ihnen austritt, und kann sogar einige der verursachten Schäden reparieren. Die meisten Patienten stellen fest, dass ihr Sehvermögen im Laufe der Behandlung mit Lucentis gleich bleibt oder sich sogar verbessert. Dadurch können diese Patienten wieder alltägliche Aktivitäten durchführen, die zuvor nicht oder nur eingeschränkt möglich waren.



 Die Photodynamische Therapie (PDT) wird zur Behandlung der feuchten AMD eingesetzt. Der Wirkstoff wird über eine Armvene in die Blutbahn injiziert und gelangt in die krankhaften Blutgefäße im Auge. Daraufhin wird das Medikament im Auge durch nicht-thermisches („kaltes“) Laserlicht aktiviert. Der aktivierte Wirkstoff verschließt die krankhaften undichten Blutgefäße. Die PDT schont die gesunden Teile Ihrer Netzhaut und kann so noch vorhandene Sehkraft bewahren.

 Mit einem heißen Laserstrahl können die krankhaften, geschädigten Blutgefäße verödet werden. Dabei kommt aber auch gesundes Netzhautgewebe zu Schaden, so dass es in den meisten Fällen gleichzeitig zu einem weiteren Sehverlust kommt. Aus diesem Grund wird die Laserkoagulation nicht direkt im Zentrum der Makula angewendet.

 Die Netzhaut wird operativ angehoben und gedreht, so dass noch funktionsfähige Sinneszellen auf einen gesunden Untergrund verlegt werden. Da durch die Drehung der Netzhaut Doppelbilder auftreten können, muss zusätzlich auch eine Schieloperation durchgeführt werden. Der operative Eingriff wird bei Vollnarkose durchgeführt und dauert 1-2 Stunden.

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